Aktuelles

Das Vaf-Seminar  „ Die Corona - Zeit als Emanzipationsrisiko“ fand in der Zeit vom 4.-5. September 2020 in Bonn statt. Die Vaf-Teilnehmerinnen stimmten darin überein, dass es durch Corona einen Rollback zu alten Rollenmustern gegeben hat. Erheblich mehr Frauen als Männer hätten z.B. ihre Arbeitszeit reduziert angesichts geschlossener Kitas und Schulen, um Sorgearbeit für die Familie zu leisten. Einhellige Überzeugung: dagegen müssen wir uns mit allen Kräften stemmen.

Auf ihren Seminaren in den letzten beiden Jahren haben die Vaf-Frauen erneut ihre ablehnende Haltung zum Ehegattensplitting im Steuerrecht bekräftigt. (Bevorzugung höherer Einkommen und von Alleinverdiener-Ehepaaren). Der Vaf  sprach sich dafür aus in einem ersten Schritt den Splittingvorteil auf eine Höchstgrenze von 300,- Euro pro Monat zu begrenzen sowie auf Ehepaare mit unterhaltsberechtigten Kindern. Jetzt liegt die Höchstgrenze bei 17000 Euro im Jahr.  Mit diesen Vorstellungen wandte sich der Vaf an die verschiedenen Bundesparteien. Wir erhielten folgende Antworten:

Die CDU-Frauenunion (Annette Widmann-Mauz) und die FDP (Naja Roßbach) plädierten für die Beibehaltung, die Linke (Katja Kipping) für die Abschaffung des Ehegattensplittings, die SPD-Frauen (Elke Ferner)  sprachen sich für einen Umbau zugunsten einer verstärkten Förderung  von Kindern aus.

Das Thema ist zur  Zeit  insofern wieder sehr aktuell als sich die Familienministerin Franziska  Giffey   vor kurzem laut Spiegelbericht vom 4.9.2020  für eine Reform des Ehegattensplittings im Steuerrecht ausgesprochen hat, in der Erwartung, dass dann  Erwerbstätigkeit und Sorgearbeit etwas  gerechter zwischen Frauen und Männern verteilt würden.

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